Windows, macOS und Linux erledigen dieselben Aufgaben auf gleiche Weise. Wer aber Kontrolle, Transparenz und Langlebigkeit höher gewichtet als vorinstallierte Bequemlichkeit, landet am Ende bei Linux.
| Kriterium | Windows 11 | macOS | Linux |
|---|---|---|---|
| Lizenz und KostenWas kostet das System pro Gerät? | Kostenpflichtige Lizenz, im Gerätepreis oder separat. |
Gratis, aber nur zusammen mit Apple-Hardware. |
Kostenlos, auf beliebig vielen Rechnern, ohne Aktivierung. |
| Quelloffener CodeKann man nachlesen, was das System tut? | Geschlossen, nur einzelne Komponenten offen. |
Kern teilweise offen, Oberfläche nicht. |
Vom Kernel bis zum Desktop einsehbar und änderbar. |
| TelemetrieWie viel meldet das System nach Hause? | Umfangreich, nur teilweise abschaltbar, dazu Werbe-IDs. |
Moderat und abwählbar, aber eng an die Apple-ID gekoppelt. |
Standardmäßig keine, kein Konto nötig. |
| AnpassbarkeitWie weit lässt sich die Oberfläche umbauen? | Themes und Registry-Tricks, Grundgerüst bleibt fix. |
Bewusst festgelegt, kaum Spielraum. |
Desktop frei wählbar: GNOME, KDE, Tiling-WM oder gar keiner. |
| Hardware-FreiheitWorauf läuft das System überhaupt? | Breite Auswahl, aber TPM- und CPU-Hürden schließen ältere Geräte aus. |
Ausschließlich Apple-Geräte. |
Vom Raspberry Pi bis zum Rechenzentrum, auch auf 12 Jahre alten Notebooks. |
| Software-InstallationWie kommt Software auf den Rechner? | Setup-Dateien aus dem Netz, winget deckt nur einen Teil ab. |
App Store plus DMG-Dateien, Homebrew schließt die Lücke. |
Ein Paketmanager für alles, signiert, mit einem Befehl aktualisiert. |
| AutomatisierungWie gut lässt sich Arbeit skripten? | PowerShell ist mächtig, viele Einstellungen bleiben Klickarbeit. |
Unix-Shell vorhanden, System-Bereiche zunehmend abgeschottet. |
Alles ist Datei und Kommando – jede Einstellung ist skriptbar. |
| Rechte und SicherheitWie sauber sind Berechtigungen getrennt? | Solide Mechanismen, große Angriffsfläche durch Verbreitung. |
Signierte Apps, Sandbox, Systemvolume schreibgeschützt. |
Klare Rechtetrennung, SELinux/AppArmor, Lücken werden offen dokumentiert. |
| Support-DauerWie lange bleibt das System versorgt? | Feste Enddaten, danach Zwangswechsel oder Bezahl-Updates. |
Rund sieben Jahre pro Gerät, dann keine Updates mehr. |
LTS-Versionen mit bis zu zehn Jahren, Wechsel ohne Neukauf. |
| Server und ContainerWas läuft in Rechenzentren? | Nische, meist nur für hauseigene Dienste. |
Praktisch nicht vorhanden. |
Standard für Web, Cloud und Container – Docker und Kubernetes sind darauf gebaut. |
Windows punktet bei Spielen und Branchensoftware, macOS bei Gestaltung und Geräteintegration. Sobald es aber um Nachvollziehbarkeit, Automatisierung und die Lebensdauer der Hardware geht, gewinnt Linux jedes einzelne Kriterium – und kostet dabei nichts.